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Gedicht zum Priestertum


DIE SEGNENDE PRIESTERHAND

Man braucht sie am Morgen des Lebens – und auch wenn uns nahet der Tod. 
Wir fühlen so warm sie im Glücke – noch mehr in den Tagen der Not. 
Der Reiche sowohl wie der Arme tritt schuldbeladen ins Land: 
...dann streckt sich ihm hilfreich entgegen die segnende Priesterhand! 

Tagtäglich an Gottes Altare, wenn kaum noch der Morgen erwacht, 
da zeigt sich dem gläubigen Volke wie groß sie der Herr hat gemacht. 
Da trägt sie voll Ehrfurcht und Liebe den Heiland, - so vielfach verkannt; 
da strahlet in himmlischer Würde die segnende Priesterhand!

Und sind wir gestrauchelt und wandern auf Pfaden der Sünde und Scham: 
Wer war es, der voller Erbarmen  so oft uns die Sünde abnahm?

Die segnende Priesterhand!

Und wenn sich zwei Herzen dann finden zu knüpfen das heilige Band: 
dann einigt und segnet sie wieder die segnende Priesterhand!

Wenn krank wir uns winden in Schmerzen und Jammer und Elend uns plagt, 
dann ruft man den Priester der Kirche, weil menschliche Hilfe versagt. 
Dann bringt er der Seele die Zehrung zur Reise ins sichere Land; 
dann salbt uns mit heiligem Öle die segnende Priesterhand! 

Gott! Segne mit himmlischem Segen des Priesters geheiligte Hand, 
die täglich in gläubiger Demut das göttliche Manna umspannt! 
Und naht einst am Abend des Lebens der Tod sich mit eisiger Hand: 
dann gebe uns Mut und Vertrauen die segnende Priesterhand!
 

Autor unbekannt

(ksf)

Weitere Informationen

Veröffentlichung

Di, 19. Oktober 2010

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